Direkt vor der Tür unserer Ferienresidenz Am Salzhaff in Blengow beginnt eines der wertvollsten Naturschutzgebiete an der mecklenburgischen Ostseeküste. Auf 2.022 Hektar erstreckt sich das Naturschutzgebiet Salzhaff – eine Landschaft aus Wasserflächen, Salzwiesen, Steilküsten und Schilfgürteln, die selten gewordenen Pflanzen und Tieren Lebensraum bietet.

Für Naturliebhaber ist Blengow ein Glücksfall: Sie wohnen nicht in der Nähe der Natur – Sie wohnen mittendrin.

Das Naturschutzgebiet Salzhaff

Das Salzhaff ist eine flache Bucht der Ostsee, die durch die Halbinsel Wustrow und den Boiensdorfer Werder teilweise von der offenen See abgetrennt wird. Das Wasser ist brackig – eine Mischung aus Süß- und Salzwasser – und schafft damit Bedingungen, die anderswo an der Küste selten geworden sind.

Das Naturschutzgebiet umfasst:

  • Das Salzhaff selbst – 2.022 Hektar flache Wasserfläche
  • Salzwiesen – periodisch überflutete Wiesen am Ufer mit spezialisierter Vegetation
  • Boiensdorfer Werder – eine Halbinsel im Salzhaff mit besonders reicher Flora und Fauna
  • Steilküstenabschnitte – bis zu 15 Meter hohe Klippen mit einzigartiger Geologie
  • Schilfgürtel – Übergangszonen zwischen Land und Wasser

Die Vielfalt auf engem Raum ist bemerkenswert: Innerhalb weniger hundert Meter wechseln sich Strand, Steilküste, Salzwiese, Schilf und offenes Wasser ab.

Vogelparadies – Brut- und Rastgebiet

Das Salzhaff ist ein bedeutendes Brut- und Rastgebiet für Wasser- und Watvögel. Die Kombination aus flachem Wasser, Salzwiesen und ungestörten Uferbereichen zieht das ganze Jahr über zahlreiche Vogelarten an.

Im Frühjahr (März–Mai): Zugvögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück. Auf den Salzwiesen und am Ufer lassen sich Kiebitze, Austernfischer und Rotschenkel beobachten. Das Salzhaff dient als Rastplatz für durchziehende Watvögel auf dem Weg in ihre nördlichen Brutgebiete.

Im Sommer (Juni–August): Brutzeit. Enten, Gänse, Möwen und Seeschwalben ziehen ihren Nachwuchs am Salzhaff auf. In den Schilfgürteln brüten Rohrsänger und Rohrammern. Bitte halten Sie in dieser Zeit besonderen Abstand zu den Uferbereichen.

Im Herbst (September–November): Die spektakulärste Vogelzeit am Salzhaff. Tausende Zugvögel rasten auf ihrem Weg nach Süden. Kraniche, Gänse und Enten sammeln sich auf den Wasserflächen und Feldern. An manchen Abenden ziehen hunderte Kraniche am Himmel – ein unvergessliches Naturschauspiel.

Im Winter (Dezember–Februar): Überwinternde Wasservögel nutzen das eisfreie Salzhaff als Nahrungsgebiet. Singschwäne, Zwergsäger und verschiedene Entenarten lassen sich bei ruhigem Wetter gut beobachten.

Wasser- und Watvögel am Salzhaff – Brut- und Rastgebiet im Naturschutzgebiet

Salzwiesen – ein bedrohter Lebensraum

Die Salzwiesen am Ufer des Salzhaffs gehören zu den seltensten Lebensräumen in Deutschland. Diese periodisch vom Brackwasser überfluteten Wiesen beherbergen Pflanzen, die sich an den hohen Salzgehalt angepasst haben:

  • Strandflieder – blüht violett im Spätsommer und überzieht die Wiesen mit Farbe
  • Queller – einer der Erstbesiedler auf den Salzböden, wird im Herbst rot
  • Strandaster – blüht hellviolett und ist typisch für Salzwiesen der Ostsee
  • Stranddreizack – eine unscheinbare, aber seltene Salzwiesenpflanze

Ein Spaziergang durch die Salzwiesen ist wie eine kleine Expedition: Die Vegetation verändert sich mit jedem Meter Höhenunterschied zum Wasser. Direkt am Ufer dominieren salztolerante Pionierarten, weiter oben wachsen Gräser und Kräuter, die weniger Salz vertragen.

Die Steilküste – Geologie zum Anfassen

Steilküste bei Rerik – sichtbare geologische Schichten in der Abbruchkante an der Ostsee

Die Steilküste zwischen Rerik und Kühlungsborn ist ein geologisches Freilichtmuseum. In den Abbruchkanten sind Sedimentschichten sichtbar, die Millionen Jahre alt sind. Die Eiszeit hat hier Ton, Sand und Geröll aufeinander geschoben – und das Meer legt es Stück für Stück wieder frei.

Am Fuß der Steilküste lohnt es sich, nach besonderen Funden Ausschau zu halten:

  • Donnerkeile (Belemniten) – fossile Reste urzeitlicher Tintenfische
  • Seeigel – versteinerte Gehäuse, manchmal perfekt erhalten
  • Hühnergötter – Feuersteine mit natürlichem Loch, angeblich Glücksbringer
  • Bernstein – nach Herbststürmen manchmal am Strand zu finden

Die Steilküste ist kein statisches Gebilde: Durch Erosion bricht sie jedes Jahr ein Stück weiter ab. Bitte betreten Sie den Bereich direkt am Fuß der Klippen mit Vorsicht und beachten Sie Warnhinweise.

Eine Wanderung entlang der Steilküste von Rerik nach Kühlungsborn gehört zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen der Region.

Tipps für Naturbeobachter

  • Fernglas mitbringen – Viele Vögel halten Abstand. Mit einem guten Fernglas sehen Sie deutlich mehr.
  • Ruhig verhalten – Je stiller Sie sind, desto mehr werden Sie entdecken. Vögel sind empfindlich gegenüber Störungen.
  • Auf den Wegen bleiben – Im Naturschutzgebiet ist das Verlassen der markierten Wege nicht gestattet. Das schützt Brutvögel und empfindliche Vegetation.
  • Hunde an die Leine – Im Naturschutzgebiet gilt ganzjährig Leinenpflicht.
  • Beste Tageszeit – Frühmorgens und am späten Nachmittag sind die Chancen auf Vogelbeobachtungen am besten.
  • Beste Jahreszeit – Der Vogelzug im Herbst (September/Oktober) ist das Highlight. Aber auch das Frühjahr mit den zurückkehrenden Zugvögeln ist lohnend.
  • Kamera – Die Steilküste, die Salzwiesen und die Vogelwelt bieten Fotomotive, die Sie nirgendwo anders finden.

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Das Naturschutzgebiet beginnt direkt vor unserer Haustür. Buchen Sie Ihre Ferienwohnung in Blengow und erleben Sie Natur, die anderswo längst verschwunden ist.

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